Montag, 23. März 2015

Sport



Headis – Tischtennis mit Köpfchen


Headis ist eine sehr junge Sportart, was womöglich der Grund dafür ist, warum ihr noch nie davon gehört habt. Wie der Name schon sagt, wird Headis anstatt mit einem Schläger mit dem Kopf gespielt. Alles was man braucht, um Headis zu spielen ist also eine Tischtennisplatte und ein Ball mit einem Durchmesser von ungefähr 7 Zoll, der möglichst weich sein sollte und zudem gut springt. Die Regeln ähneln hierbei in ihren Grundzügen denen des Tischtennis. Der Ball muss bei der Angabe, welche natürlich auch mit dem Kopf durchgeführt wird, zuerst die eigene Plattenseite berühren. Danach wird der Ball immer auf die gegenüberliegende Seite gespielt. Was beim Headis im Vergleich zu Tischtennis erlaubt ist, ist das Berühren des Tisches mit den Händen. Darüber hinaus darf man sogar auf die Platte steigen, muss aber den nächsten Schlag wieder auf dem Boden ausführen. Man wechselt sich immer nach drei Aufschlägen ab, bis jemand mit 11 Punkten den Satz für sich entscheidet. Wer zwei Sätze weiter vorne liegt, gewinnt das Spiel.


Die zunächst skurril erscheinende Sportart wurde 2006 von einem deutschen Sportstudenten namens René Wegner erfunden und immer weiter verfeinert. Grund für die Erfindung war der belegte Fußballplatz eines Freibads. Prompt entstand die Idee, mit dem Ball auf den Tischtennisplatten zu spielen, woraus sich mit der Zeit eine Trendsportart entwickelte. Ich persönlich kann Headis generell jedem empfehlen, da die Regeln schnell erklärt sind und man nur einen Ball und eine Platte braucht, wobei wir an der Schule ja sogar schon Platten haben. Headis ist ein schneller und bewegter Sport, den ich nur weiterempfehlen kann.

Montag, 16. März 2015

Buchkritik



„Noah“ von Sebastian Fitzek


Stell dir vor, du wachst auf und weißt weder, wo du bist, noch, wie du heißt, wo du herkommst oder wer du bist. Der einzige Hinweis ist der Name Noah, tätowiert auf der Innenseite deiner Handfläche. Genau das beschreibt Sebastian Fitzek in seinem Thriller „Noah“.
Noah wacht in Berlin auf, völlig ohne Erinnerung. Oskar, ein Obdachloser, der ihn mit einer Schussverletzung in Berlin gefunden hat und mit dem Noah auf der Straße lebt, begibt sich mit ihm auf die Suche nach seiner Identität. Die beiden kommen dabei einer weltweiten Verschwörungstheorie auf die Spur, in der Noah ein Teil ist.
Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und sicherlich nicht spurlos an einem vorbeigeht. Fitzek schafft es, auf die Probleme der heutigen Gesellschaft aufmerksam zu machen und das mit immer wieder überraschenden Wendungen.

Nami-Fleur




Donnerstag, 5. März 2015

Führung durchs Festspielhaus

Das Festspielhaus in Baden-Baden

Waren nicht schon viele von uns einmal im Festspielhaus Baden Baden und haben sich gefragt, wie es wohl hinter der Bühne aussehen mag? Genau das haben wir uns auch gedacht und haben deshalb für euch hinter die Kulissen geschaut.
Mit seinen 2.500 Sitzplätzen ist es die größte Spielstätte der klassischen Musik in ganz Europa. Das Festspielhaus öffnete seine Türen nach dem Umbau des ehemaligen Bahnhofgebäudes 1998 erstmals für Besucher. Seitdem kommen jährlich über 22.000 Menschen in ca. 130 Veranstaltungen. Die Glasstreben an der Decke innerhalb und außerhalb des Gebäudes erinnern noch heute an die ehemaligen Bahngleise.


Dem Besucher wird in einem breit gefächerten Programm eine große Auswahl an verschiedenen künstlerischen Darbietungen wie zum Beispiel Ballett, klassische Konzerte oder Opern geboten. Allerdings besitzt es nicht wie viele andere Opernhäuser ein eigenes Ensemble. Stattdessen reisen immer verschiedene Produktionen an. Diese bereiten sich dann auf der 1000 qm großen Bühne und in den kleineren Probenräumen vor.


In diesen Räumen gibt es Sitzgelegenheiten, und die Mitwirkenden können sich auf ihre Auftritte vorbereiten. Im Festspielhaus gibt es etliche Gruppenräume, aber auch einige Einzelzimmer für die Hauptdarsteller.

Für einen reibungslosen Ablauf während den Vorstellungen sorgen zahlreiche fest angestellte und freie Mitarbeiter. Sie sind in den unterschiedlichsten Bereichen tätig, wie zum Beispiel in der Technik, und dafür verantwortlich, dass Licht, Ton und das Bühnenbild während der Vorstellungen aufeinander abgestimmt sind. Hinzu kommen während jeder Vorstellung zwei Feuerwehrmänner, die hinter der Bühne im Brandfall sofort eingreifen können. Zum Schutz der Zuschauer kann innerhalb von 18 sec ein eiserner Vorhang herunter gefahren werden, der während eines möglichen Brandes auf der Bühne die Zuschauer von der Gefahr trennt. Zusätzlich gibt es eine Sprenkler-Anlage, die bis zu 4800l/min Wasser versprühen kann.
Vielleicht ist manchen von euch schon aufgefallen, dass die Bühnengröße variabel ist. Dies haben wir während der Führung unter der Bühne gesehen. Das ermöglicht eine einzigartige Konstruktion eines Spiralliftes. Dadurch kann der Orchestergraben bis zu 4.60 m hoch und runter gefahren werden, sodass die Bühne entsprechend vergrößert werden kann.
Während der Führung haben wir auch die Zuschauerränge besichtigt. Die Akustik im Haus ist ausgezeichnet. Von jedem Sitzplatz aus haben die Zuschauer dasselbe Klangerlebnis. Außerdem wurden uns die exklusiven Sitzplätze des Club 300 gezeigt. Im Club 300 sind Unternehmen und Privatpersonen, die das Festspielhaus finanziell unterstützen.
Insgesamt haben wir einen spannenden und interessanten Sonntagnachmittag im Festspielhaus erlebt. Jeder, der sich für eine solche Führung interessiert, hat die Möglichkeit montags-freitags um 11 Uhr sowie samstags/sonntags und an Feiertagen um 14 Uhr daran teilzunehmen. Für nähere Informationen: www.festspielhaus.de
Hier könnt Ihr noch einige Bilder von unserem Besuch sehen…

In der Höhe veränderbarer Spirallift
Das Bild zeigt die Technik über den Köpfen der Zuschauer direkt unter der Decke. Von dort aus können die Darsteller auf der Bühne von einzelnen Mitarbeitern mit Scheinwerfern auf der Bühne „verfolgt“ werden.

                                                                                                     Nami-Fleur, Lehmâme

Buchkritik



Der Fotograf von Auschwitz

Das Leben des Wilhelm Brasse

Jeder von uns macht täglich Fotos, mal von sich selbst, mal von Sehenswürdigkeiten, mal zusammen mit Freunden. Doch das, was Wilhelm Brasse über Jahre hinweg hat fotografieren müssen, waren Menschen mit Häftlingsnummern, die kurz vor ihrem Tod standen. Seine Anweisungen lauteten mit Mütze, ohne Mütze und im Profil. Im Zweiten Weltkrieg wurde der gebürtige Pole auf seiner Flucht nach Frankreich deportiert und landete schließlich im KZ Auschwitz. Da er gelernter Fotograf war, arbeitete er von da an als KZ-Fotograf und überlebte.


Dieses Buch beschreibt sehr gut und ausführlich, wie das schreckliche Leben in einem KZ damals gewesen sein musste. Im Anhang werden Begriffe genau erklärt und wichtige Personen im Kurzportrait vorgestellt.
Ich habe dieses Buch gelesen, da ich mehr über diese Zeit und über das Leben eines KZ- Häftlings erfahren wollte. Es war oftmals grausam und schockierend und hat mir gezeigt, dass so etwas wie damals nie mehr passieren darf.
Wer also mehr über diesen Mann und über sein Leben erfahren will und tiefere Einblicke in diese Zeit bekommen möchte, sollte unbedingt dieses Buch lesen.



Samstag, 31. Januar 2015

E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge erhalten

Jeden Tag überprüfen, ob ein neuer Beitrag veröffentlicht wurde? Darauf haben wir, und ihr ganz bestimmt auch, keine Lust! Daher gibt es nun einen einfachen Weg, Benachrichtigungen per E-Mail zu erhalten, sobald ein neuer Bericht veröffentlicht wurde. Um die Benachrichtigungen, die natürlich komplett kostenlos sind, zu aktivieren, müsst ihr nur wenige Schritte durchführen - und in wenigen Sekunden seid ihr auf der sicheren Seite, keine Beiträge mehr zu verpassen! Keine Sorge: Ihr werdet nur E-Mails bei neuen Beiträgen erhalten und in jeder E-Mail könnt ihr das Abonnement jederzeit kündigen.



Als erstes müsst ihr eure E-Mail Adresse in das Feld eingeben. Ihr findet dieses am unteren Ende der Seite über dem Impressum. Nachdem ihr eure E-Mail Adresse eingegeben habt, und den Submit-Button betätigt habt, öffnet sich ein Pop-up-Fenster. 





Um sicherzugehen, dass niemand über ein Programm Abonnements für Unmengen an E-Mail Adressen anfordert, befindet sich hier der obligatorische Sicherheitstest, der auf vielen Seiten zu finden ist. Um fortzufahren ist nur der Sicherheitscode, der in verzerrter Schrift angezeigt wird, einzugeben. Danach erhaltet ihr eine E-Mail. Solltet ihr diese nicht sehen, vergesst nicht, den Spam-Ordner zu überprüfen.

In der E-Mail, die an die zuvor eingegebene Adresse gesendet wird, ist ein Link zu finden. Sobald dieser geöffnet wird, ist das kostenlose Abonnement eingerichtet. Immer wenn ihr über einen neuen Beitrag informiert werdet, könnt ihr dieses jederzeit kündigen. Eure E-Mail Adresse wird nicht für andere Werbezwecke verwendet.

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Freitag, 23. Januar 2015

Flüchtlinge aus Syrien bei uns am GGG



Fast jeden Tag hören wir es in den Medien: Kriegsflüchtlinge aus Syrien überschwemmen die hiesigen Flüchtlingslager und Asylbewerberheime. Die große Frage, ob und wie viele Flüchtlinge Deutschland aufnehmen soll, spaltet die Bevölkerung. Mitte Dezember 2014 brannten Unbekannte ein Asylbewerberheim in Unterfranken nieder, rechtsgerichtete Organisationen wie Pegida und Hooligans gegen Salafisten nutzen die Angst der Bevölkerung vor dem Unbekannten und der „Islamisierung“ für ihre Zwecke. Gleichzeitig finden sich tausende zu Gegendemonstrationen zusammen, bieten ihre ehrenamtliche Hilfe an oder spenden für die Betroffenen. Um uns ein eigenes Bild zu machen haben wir, die Schüler und Schülerinnen der Klasse 9d, eine Flüchtlingsfamilie aus Syrien, die in Gernsbach in einem umfunktionierten ehemaligen Gasthof lebt, zu uns ans GGG eingeladen. 



Die drei Geschwister Farah, Ghazal und Mohammed waren zusammen mit ihrer Mutter Salwa in einem völlig überfüllten Boot aus Lybien, wo sie nach der Flucht aus Syrien zwei Jahre lebten, nach Europa geflohen. Die Gründe hierfür waren einerseits die ständige Bedrohung des eigenen Lebens auch in Lybien und die Diskriminierung dort. Der Vater befand sich zu dieser Zeit in der Türkei, wo er einen Job gefunden hatte und konnte nicht zurück zu seiner Familie. Das Boot havarierte bei totaler Finsternis inmitten des Mittelmeers und die Passagiere erlitten Todesangst, bis sie von der italienischen Marine gefunden und aufgenommen wurden. In Europa angekommen entschieden sie sich für die Weiterreise nach Deutschland, da ihnen Deutschland aus Syrien als Garant für Qualität bekannt war und sie das Erlernen der deutschen Sprache auch für ihre Zukunft als sinnvoll erachteten. Sie wurden in Mannheim von der Polizei abgefangen und kamen von dort über Umwege nach Gernsbach, wo noch im Dezember der Vater Bassem, der die etwa 1.800 km lange Strecke nach Deutschland größtenteils zu Fuß zurückgelegt hatte, zu der Familie stieß.

In Syrien wohnte die Familie in einem geräumigen Haus im Regierungsviertel von Damaskus, der Vater war Inhaber einer kleinen Firma und als Innenarchitekt bzw. Ingenieur tätig. Die drei Geschwister waren gut in der Schule und lernten dort neben den üblichen Fächern auch Englisch, alle wollen studieren. Ihr Haus haben sie nun den Verwandten, die noch in Syrien sind, zur Verfügung gestellt, da deren Häuser zerstört wurden. Sie sind mit diesen noch in Kontakt, und es ist unvorstellbar für uns, was diese Menschen durchmachen müssen. Immer mit dem Tod rechnen zu müssen und nicht zu wissen, ob man den nächsten Tag noch erlebt, muss die Hölle auf Erden sein.

Mich persönlich hat besonders berührt, dass es Jugendliche sind wie wir. Jugendliche, die die gleichen Wünsche, Hoffnungen, Ängste und Sorgen haben und die nun alles verlassen und ihre Heimat, ihre Freunde und ihre Familie zurücklassen mussten, was ihnen keinesfalls leicht fiel. Allein die Tatsache, dass sich Vierzehnjährige mit dem Gedanken, jeden Moment zu sterben, beschäftigen müssen, hat mich sehr schockiert.

Auf die Frage hin, was sie uns gerne wissen lassen wollen, antwortete mir Farah, dass alle Syrer, die nach Europa gekommen sind, die Hölle durchlebt haben und der Tod allgegenwärtig war und dass jede Familie in Syrien mindestens eine geliebte Person, ein Familienmitglied, einen sehr guten Freund im Laufe des Krieges verloren hat. Und dass niemand von denen, die jetzt zu uns kommen, freiwillig seine Heimat und seine Verwandtschaft dort verlassen hat. Beeindruckend finde ich, wie dankbar und zielstrebig diese Jugendlichen trotz all dem Schrecklichen, das sie durchgemacht haben, noch sind und mit welchem Engagement sie nun versuchen, unsere Sprache zu erlernen. Ihr jetzt größter Wunsch ist es, arbeiten gehen zu können, sich eine Wohnung oder ein kleines Haus zu kaufen und sich hier ein neues Leben aufbauen zu können. Doch dieser Wunsch wird ihnen nicht erfüllt, seit Monaten warten sie schon auf die Aufenthaltsgenehmigung, die ihnen zwar sicher ist, jedoch noch nicht ausgestellt wurde. Bis dahin müssen sie nun zu fünft in zwei kleinen Räumen leben. Ein großer Schritt in Richtung neues Leben war der Platz in einer Schulklasse für Schüler ohne Deutschkenntnisse. Obwohl deren Besuch freiwillig ist, nehmen sie jeden Tag den Weg dorthin auf sich, um Deutsch zu lernen und, sobald sie die Aufenthaltsgenehmigung haben,  auf eine reguläre Schule wechseln zu können.



Henrik Stumpf



Nachtrag der Redaktion: Seit dem 12. Januar 2015 besuchen die drei Geschwister das GGG.


Montag, 5. Januar 2015

Das neue Blog-Logo ist da!

Dank der beiden Schülerinnen Amy Hujon und Elli aus der Oberstufe hat der Blog des Goethe-Gymnasiums nun endlich ein würdiges Logo erhalten. Minimalistisch, stilvoll und äußerst passend ist das Ergebnis!!
Das ganze Team der Lehmgrube sagt vielen, lieben Dank an die beiden kreativen Köpfe!