Posts mit dem Label Weltweit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Weltweit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Montag, 27. März 2017
Montag, 6. März 2017
Aufruhr in der Kulturhalle Rotenfels
Verwirrung in Bad Rotenfels
Was war nur am 02.03.17 in der Kulturhalle Bad Rotenfels
los? Das haben sich wahrscheinlich viele von euch gefragt. Die Straßen um die
Halle herum gesperrt, der Parkplatz davor völlig überfüllt, sogar die
umliegenden Straßen voller Autos und Wohnmobile. Überall waren Polizisten
unterwegs, fuhren durch die Rotenfelser Straßen und sammelten sich an der
Halle. Gaggenau war und ist in aller Munde und sogar im Fernsehen – ZDF, N24,
SWR und andere Fernsehsender versammelten sich an der Halle. Doch was war nun
genau los?
Vergangene Woche wurde die Festhalle für eine Mitgliederversammlung
der Union Europäisch-Türkischer Demokraten mit maximal 400 Besuchern angefragt.
Am Abend zuvor stellte sich dann über die sozialen Netzwerke heraus, dass es
sich um eine Wahlkampfveranstaltung zu dem vom türkischen Präsidenten Erdogan
angestrebten Verfassungsreferendum über ein Präsidialsystem im April handelte,
zu dessen Abstimmung 1,4 Millionen Türken in Deutschland wahlberechtigt sind,
und zudem der türkische Justizminister Bekir
Bozdag persönlich anwesend sein wird. Nachdem dessen Besuch und die Absicht der
Veranstaltung in den Medien verbreitet wurden, war dann allerdings klar, dass
weitaus mehr Menschen in die für maximal 500 Leute ausgerichtete Festhalle
kommen würden. Der Gaggenauer Bürgermeister Michael Pfeiffer musste die
inzwischen überregional bekannte Veranstaltung deshalb absagen, da die
Sicherheit nicht mehr gewährt werden konnte, betonte aber, dass es keine
politischen Gründe gäbe. Es kam zu kleinen Demonstrationen, aber ansonsten
wurde die Veranstaltung sehr friedlich aufgelöst.
Doch aus der Türkei
kamen kritische Töne, der deutsche Botschafter wurde in der Türkei einbestellt.
Freitag, 11. November 2016
Die US-Wahl
Donald Trump – Make America Great Again!
Letzten Mittwoch
(9.11.) war der Name des zum 45. gewählten US-Präsidenten wahrscheinlich auch
das Gesprächsthema Nummer eins bei euch auf dem Schulhof. Viele von euch haben
mit Spannung den Live-Ticker im Unterricht verfolgt und mit großer Anspannung
doch noch gehofft, dass sich das Blatt wendet und Hillary Clinton die Wahl
gewinnt.
Nun hält ein
frauenfeindlicher, homophober und Gewalt predigender Mann eine ganze Welt in
Atem und keiner scheint so richtig zu wissen, wie es weiter gehen wird.
Trumps
Ankündigungen zufolge möchte er binnen seiner ersten 100 Tagen als Präsident
neue Arbeitsplätze schaffen, die durch Lockerungen der Umweltauflagen entstehen
sollen. Außerdem hat er angekündigt, dass Millionen illegal eingewanderte
Menschen abgeschoben werden und die somit freigewordenden Arbeitsplätze wieder
an US-Bürger gehen sollen. Um weitere Zuwanderungen zu verhindern, will er eine
ca. 3000 km lange Mauer zwischen Mexiko und den USA bauen lassen, allerdings
will er selber nicht für die Kosten aufkommen, sondern übergibt diese an
Mexiko. Er wird für dieses Vorhaben von vielen Menschen verachtet, denn in
unserer heutigen Welt müssten wir doch eigentlich gelernt haben, dass das Bauen
von Mauern die interkulturelle Zusammenarbeit nicht verbessert, sondern
Gesellschaften spaltet.
Bei vielen von euch
wird die Frage aufkommen, wie kann man so einen Menschen, der glaubt
Klimawandel sei von den Chinesen erfunden worden, um die US-amerikanische
Produktion nicht mehr wettbewerbsfähig zu machen und alte Foltermethoden wieder
einführen will, überhaupt seine Stimme geben? Gründe hierfür sind die große
Angst der unteren Mittelschicht vor ihrer Zukunft. Viele Menschen, vor allem in
den ländlichen Regionen Amerikas, fühlen sich von der Regierung vernachlässigt
und haben in Trump einen Präsidentschaftskandidaten gefunden, der ihnen
zugehört und eine gewisse und bessere Zukunft versprochen hat.
Die Frage, wieso
aber unter den vielen Anhängern Trumps auch Frauen und Latinos, die er
offenkundig beleidigt hat, gewählt haben, bleibt offen.
Fest steht, dass
Donald Trump der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist und ab
dem 20. Januar 2017 ganz offiziel die Regierung des einflussreichsten Landes
der Welt übernehmen darf. Es bleibt zu hoffen, dass seine drastischen
Ankündigungen doch nur heißer Wahlkampf waren und er in
Wirklichkeit noch eine menschliche Seite besitzt.
Elena Höhmann
Donnerstag, 17. März 2016
Abstinent von Schokolade, Handy, Zigaretten
Die Fastenzeit
In vielen Religionen, wie beispielsweise dem Christentum, dem Islam oder dem Buddhismus, gibt es eine Fastenzeit. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Besinnung auf das „wirklich Wichtige“, allerdings gibt es verschiedene Arten zu fasten. Im folgenden Artikel werde ich näher auf die christliche Fastenzeit eingehen, da diese zur Zeit stattfindet.
Im Christentum beginnt die Fastenzeit nach Fasching am Aschermittwoch und endet an Ostern mit der Osternacht. Dieser Zeitraum beträgt 40 Tage, die Sonntage werden dabei nicht mitgezählt, da sonntags nicht gefastet wird.
Die Fastenzeit ist jedes Jahr zu einem anderen Zeitpunkt, weil Ostern und Fasching variabel sind und sich nach dem Frühlingsvollmond richten, da sich Jesu Auferstehung an diesen Tagen ereignet haben soll.
Die christliche Fastenzeit hat ihren Ursprung darin, dass Jesus 40 Tage in der Wüste lebte.
Heute kann in der Fastenzeit auf alles verzichtet werden, besonders beliebt sind Süßigkeiten, Alkohol, das Auto fahren oder auch der Verzicht auf Zigaretten. An zwei besonderen Tagen, nämlich dem Aschermittwoch, also dem 1. Fastentag, und dem Karfreitag, soll nach religiösen Regeln besonders streng gefastet werden, um dem Tod Jesu Christi zu gedenken.
Der Trend geht heutzutage auch in Richtung „Medienfasten“, also den Verzicht auf elektronische Geräte, soziale Netzwerke, das Internet oder auch nur auf das Smartphone. Oft steht dabei allerdings lediglich der Verzicht und nicht die religiöse Bedeutung des Fastens im Mittelpunkt.
Clara Schoch
Mittwoch, 2. Dezember 2015
Faktencheck Flüchtlinge
Auf der Flucht
Es ist das
große Thema zurzeit, in den Medien laufen Dauerberichte und Politiker stellen
sich immer wieder die Frage: „Was tun bei diesem Ansturm von Flüchtlingen?“ Zudem kursieren die absurdesten Gerüchte,
insbesondere im Netz, über Flüchtlinge, die vor allem von extremistischen
Gruppen wie Pegida („Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“)
propagiert und verbreitet werden. Doch wie viele Menschen flüchten überhaupt
aus ihrer Heimat? Warum nehmen sie so große Gefahren auf sich, wenn allein in
diesem Jahr weit über 2000 Menschen auf der Flucht ums Leben kamen? Und ist an diesen Gerüchten etwas dran?
Allein 2014
waren circa 13 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht, derzeit sind es 60
Millionen, so viele wie seit Ende des 2. Weltkriegs nicht mehr. Die meisten
Flüchtlinge kommen aus Syrien (ca. 3,9 Mio.), Afghanistan (ca. 2,6 Mio.) und
Somalia (ca. 1,1 Mio. und fliehen in die Türkei (ca. 1,6 Mio.) und den Libanon
(1,2 Mio.). Das Bundesamt für Migration verzeichnete im ersten Halbjahr 2015 vergleichsweise
wenige Anträge auf Asyl, 218.221 an der Zahl, wobei die meisten Asylbewerber in
Deutschland aus Syrien, dem Kosovo oder Albanien kommen. Täglich müssen diese
Menschen um ihr Überleben kämpfen, leben in Armut und Krieg. Da ist Flucht
meist der einzige Ausweg, auch wenn es sie alles kostet, was sie haben.
Schlapper verdienen bei einem Boot mit 200 Menschen an die 200.000€, denn meist
fliehen die Menschen, die nach Europa fliehen, entweder auf dem Seeweg über das
Mittelmeer in Länder, die Küstenanteile am Mittelmeer haben, wie Italien oder
Griechenland, oder über den Landweg durch die Türkei oder über die Balkanroute.
Die Gründe
für eine Flucht sind sehr vielseitig. Während viele Syrer wegen dem seit vier Jahren
tobenden Bürgerkrieg, bei dem sich die Regierungstruppen des Diktators Assad,
diverse Rebellengruppen und Anhänger des Islamischen Staates bekämpfen,
fliehen, so fliehen viele Menschen aus dem Kosovo wegen fehlender Perspektiven
und Arbeitslosigkeit, sie werden oft als „Wirtschaftsflüchtlinge“ betitelt. Ihnen
steht kein Asyl zu, da nur politisch Verfolgte (Grundgesetz, Artikel 16a) Asylrecht
genießen.
Viele
Deutsche fürchten sich vor den riesigen Massen an Flüchtlingen, die mit
wachsender Zahl nach Deutschland kommen, nicht zuletzt wegen unbegründeter
Vorurteile wie „Flüchtlinge sind kriminell!“ Dabei gibt es keine Anhaltspunkte
oder Statistiken, die dies belegen. Ein weiterer typischer Klassiker: „Die
bekommen ja mehr Geld als Hartz-IV-Empfänger!“ oder auch „Die wollen nur unser
Geld, sind zum Arbeiten aber zu faul!“ Auch dies lässt sich leicht widerlegen.
Flüchtlinge erhalten Sachleistungen anstelle von Geld, im Moment liegt der Wert
des Geldes, das sie für Essen und Hygieneartikel erhalten, bei 360€. Zudem
dürfen Asylbewerber gar nicht arbeiten. Man sollte sich deshalb besser erst
informieren und mit den Leuten in Kontakt kommen, bevor man Vorurteile aufbaut
und alle in einen Topf steckt.
Montag, 9. November 2015
Halloween
Rückblick Teufelsnacht
Am 31. Oktober, an Halloween, fand in Obertsrot die 8. Teufelsnacht statt. Der Abend wurde von dem Verein der Obertsroter Schlossbergteufel organisiert, ein Verein, der seit 2000 besteht und mit seinen besonderen Holzmasken heraussticht. Gefeiert wurde in der Ebersteinhalle.
Um 19:30 Uhr begann der Abend mit der Musik des DJ Humor, der die Stimmung anheizte. Später übernahm dann die Band „Dragon fire“ die Bühne und spielte Coversongs. Von Klassikern bis hin zu den aktuellen Charts war alles querbeet dabei, was einen Teil der Zuhörer zum Tanzen einlud.
Das Publikum aller Altersklassen konnte an der großen Teufelsbar zwischen verschiedenen Getränken und Speisen wählen. Insgesamt war der Abend ein voller Erfolg und wir hoffen auf eine weitere Teufelsnacht im nächsten Jahr.
Clara Schoch
Freitag, 25. September 2015
Auslandsjahr
Informatationen zum Auslandsjahr
Klar geht
das. Das zeigt am Samstag, den
26.Sepember die Jugendbildungsmesse
„JuBi“.
Von 10 bis 16 Uhr informieren Veranstalter, Bildungsexperten und ehemalige Teilnehmer im Karl-Friedrich-Gymnasium in Mannheim.
Ausgelegt ist das Ganze für Jugendliche von der 8. bis 13. Klasse.
Der Eintritt ist frei!
Angebote:
- Schüleraustausch
- Auslandsjahr
- Gastfamilie werden
- High School
- Sprachreise
- Freiwilligendienste
- Work & Travel
- Au-Pair
- Praktika
- Studium im Ausland
Dienstag, 21. Juli 2015
Spenden für Nepal
Zur Nepalkatastrophe
Nepal liegt in Trümmern – nachdem am 24. April 2015 in
Nepal, ein kleines Land zwischen Indien und China, ein zerstörerisches Erdbeben
ausbrach, auf welches viele ebenso gefährliche Nachbeben folgten, befindet sich
der größte Teil des Landes, welches ohnehin schon zu den ärmsten Ländern der Welt
zählt, nun am äußersten Rande seiner Existenz.
Nepals Haupteinkommen bestand aus Tourismus.
Touristen kamen wegen des Himalaya-Gebirges (Mount Everest) und den vielen
alten Tempelanlagen. Diese Tempel, von denen viele als Weltkulturerbe galten,
sind nun zerstört.
Doch das wohl größte Problem zeigt die Bilanz der
Katastrophe von 8200 Toten, zehntausenden Verletzten und hunderttausenden
Menschen, die ihre Häuser verloren haben (Angaben
von vor den Nachbeben).
Hilfe kam; aber oft zu langsam. Ganzen Dörfern konnte,
aufgrund der schwierig zu erreichenden Lage, nicht schnell genug geholfen
werden, um Schwerverletzten noch das Leben zu retten oder Verschüttete aus den
Trümmern ihrer Häuser zu bergen.
Hinzu kam noch, dass die Rettungsaktionen oft schlecht
geplant und strukturiert verteilt wurden, sodass Rettungstrupps teilweise in
Gebieten ankamen, in denen gar keine Hilfe mehr von Nöten war.
Zum Hilfsprojekt „Nepal Kinder“
Seit über 20 Jahren helfen Dagmar und Jörg Overlack nun
schon, dass Kinder in Nepal eine Schulausbildung bekommen, sodass diese eine
Chance erhalten sich ihre Zukunft zu gestalten. Die Schulen werden ausgebessert
und einzelne Kinder werden ihre komplette Schulzeit hindurch finanziell
begleitet.
(Mehr zu Nepal Kinder: http://www.nepal-kinder-overlack.de
)
Die Familien, die bereits durch das Projekt „Nepal Kinder“
unterstützt werden und ihre Häuser verloren haben, erhalten jeweils 500-1000€,
wovon sie Materialien für den Wiederaufbau der Häuser bezahlen können
(Mehr zu Erdbebenhilfe: http://www.nepal-kinder-overlack.de/erdbebenkatastrophe/67-information-über-die-auswirkungen-erdbebenkatastrophe-im-gebiet-kaski,-unseren-ulen-und-kindern.html)
Informationsquellen:
Bilderquellen:
Montag, 13. April 2015
Kinderarbeit
Was hat mein T-Shirt mit Kinderarbeit zu tun?
Wer achtet
schon beim Einkauf des neuen, coolen und angesagten H&M Shirts darauf, aus
welchem Land es eigentlich kommt oder wer es hergestellt hat? Oft ist uns gar
nicht bewusst, von wo und von wem unsere Klamotten kommen, obwohl wir wissen,
dass es in großen Teilen der Welt, vor allem in der Textilindustrie, immer noch
eine hohe Kinderarbeitsrate gibt. (Siehe Umfrage zum Thema „Kleider machen Leute“)
Viele der
bei uns populären und führenden Marken in der Kleidungsindustrie, wie H&M
und C&A, stehen im Verdacht, Kinderarbeit in den Entwicklungsländern zu
betreiben und Minderjährige für sich produzieren zu lassen. Zwar erklären viele
dieser Marken, sie achteten auf eine faire und qualitativ
hochwertige Herstellung ihrer Waren, jedoch lassen sich diese Aussagen durch diverse Studien
und Reportagen teilweise widerlegen, da die Marken nur ihre Unterlieferanten
kontrollieren, jedoch nicht wissen, wie die Arbeitsbedingungen, unter denen
diese Lieferanten wiederum ihre Ware besorgen, aussehen.
Weltweit
gibt es, Schätzungen zu Folge, über 215 Millionen Kinder, die täglich unter
gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen arbeiten müssen. 25, 6% davon sind
in der Textilindustrie tätig, ein Großteil dieser Kinder lebt in Asien und im
pazifischen Raum sowie in Afrika, vor allem in Entwicklungsländern. Kinderarbeit
ist, überraschenderweise, in vielen dieser Staaten, wie zum Beispiel in Indien
(zwar nur bei Kindern unter 14 Jahren), illegal und verstößt gegen die
allgemeinen Menschenrechte.
Dennoch müssen diese Kinder täglich oft bis zu 12 Stunden
körperlich harte und zum Teil lebensgefährliche Arbeiten ausrichten, sie stehen
stundenlang und ohne Pause in den häufig schäbigen, einsturz- und
brandgefährdeten Fabriken, Nähereien, Spinnereien und Färbereien der großen
Textilhersteller. Viele von ihnen leiden aufgrund der staubigen Luft und des
Kontaktes mit Chemikalien unter Atemwegs- oder Hauterkrankungen. In den
Fabriken geht es streng zu, viele Kinder werden von ihren Vorgesetzen
geschlagen und misshandelt, die Mädchen missbraucht. Zudem haben sie
größtenteils keinen festen Arbeitsvertrag und können jederzeit entlassen
werden. Dies wäre fatal für ihre Familien, denn die Familien der Fünf- bis Siebzehnjährigen
sind meist sehr arm und somit auf das Geld ihres Kindes, auch wenn es nur ein
magerer Hungerlohn ist, angewiesen, um überhaupt überleben zu können. Dadurch
bleibt den arbeitenden Kindern keine Chance auf Schulbildung und somit auch
keine Hoffnung, eines Tages einen besser bezahlten Job zu erlangen.
Wie kann es aber sein, dass Kinder, trotz des Verstoßes
gegen die Menschenrechte ausgebeutet und ausgeraubt werden? Viele Regierungen
in Entwicklungsländern vernachlässigen das Bildungssystem, und Eltern müssen
Gebühren für den Schulbesuch ihrer Kinder bezahlen, außerdem sind die Behörden
und die Polizei oft korrupt, während Kinderarbeiter aus Sicht des Arbeitgebers
billige und gute Arbeitskräfte sind.
Für die Rechte von diesen
Kindern weltweit setzen sich zahlreiche Menschenrechtsorganisationen wie Terres
De Hommes oder UNICEF ein, die man mit Geldspenden in ihren Unternehmen
unterstützen kann. Insbesondere sollte
jedoch jeder von uns sich in Zukunft überlegen, ob er die Ausbeutung von
Kindern weiter unterstützen will. Man kann zum Beispiel beim Kauf von Klamotten
auf einige Siegel, die bedeuten, dass die Ware fair gehandelt wurde, achten.
Dies sind zum Beispiel das Fairtrade-Siegel oder das GEPA Zertifikat.
Luisa Vadasi
Geld für die Bildung
Bildungsausgaben in Deutschland
Von vielen als Last empfunden, von führenden Politikern als
unser „höchstes Gut“ bezeichnet und für jeden von uns Pflicht: Jährlich gibt
der Staat mehrere Milliarden Euro für Bildung und Forschung aus – einen großen
Teil davon für Schulen. Der Schulbesuch an sich ist in Deutschland kostenlos,
der Staat bezahlt Personalkosten, Inventar, Baumaßnahmen und in einem gewissen
Rahmen auch Neuanschaffungen. Der (kostenlose) Zugang zu Bildung für jeden soll
unsere Wirtschaft stärken und für Chancengleichheit sorgen. Qualifizierte
Fachkräfte und Wissen an sich, nur durch Bildung zu erreichen, sind für unser
rohstoffarmes Land von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Bis 2015 will
Deutschland 10% des Bruttoinlandsproduktes, das sich 2013 auf rund
3.520.511.937€ belief, in Bildung und Forschung investieren.
2012 hat allein Baden-Württemberg 11,41 Milliarden Euro für
Bildung ausgegeben, 0,78 Milliarden mehr als noch 2011. 2010 wurden pro Schüler
und Jahr bundesweit durchschnittlich 6.400€ in allgemeinbildende Schulen investiert.
1995 waren es nur etwa 4.300€. Die rasant steigenden Ausgaben pro Kopf hängen
zum einen mit der sich verbessernden wirtschaftlichen Lage und den höheren
Bildungsstandards, aber auch dem demographischen Wandel zusammen. Da es immer
weniger Schüler gibt, steigen die Ausgaben pro Kopf. Baden-Württemberg lag 2010
gemessen an den jährlichen Ausgaben pro Schüler mit 5.900€ hinter Bremen und vor Mecklenburg-Vorpommern auf
Platz 11 im bundesweiten Vergleich. Davon entfallen etwa 80% auf Personalkosten
(vor allem Lehrer), 12% auf die Instandhaltungskosten der Schulgebäude (z. B.
Renovierungsarbeiten) und 8% auf Sachinvestitionen. Doch Schule ist nicht
gleich Schule. So beliefen sich die Ausgaben für Hauptschulen in
Baden-Württemberg auf 6.500€ pro Schüler und Jahr (600€ unter dem bundesweiten
Durchschnitt), die für Realschulen auf nur rund 5.300€ (entspricht dem
bundesweiten Durchschnitt), für Gymnasien auf 6.700€ (100€ über dem
Bundesdurchschnitt) und die für Gesamtschulen sogar auf 8.175€. Diese zum Teil
doch gravierenden Unterschiede sind laut Sprechern der Grün-Roten
Landesregierung auf die verschiedenen Strukturen zurückzuführen (z. B.
Pflichtstunden pro Woche, Ganztagesschule,…). Platz 1 belegte Thüringen mit
durchschnittlich 7.700€ pro Schüler, und Schlusslicht war Nordrhein-Westfalen
mit nur 5.000€. Der Staat lässt sich unsere Bildung also ganz schön was kosten,
eine sinnvolle Investition in die Zukunft? Oder sollte er das Geld doch lieber
den Schülern auszahlen?
Quellen:
Henrik
Freitag, 23. Januar 2015
Flüchtlinge aus Syrien bei uns am GGG
Fast jeden
Tag hören wir es in den Medien: Kriegsflüchtlinge aus Syrien überschwemmen die
hiesigen Flüchtlingslager und Asylbewerberheime. Die große Frage, ob und wie
viele Flüchtlinge Deutschland aufnehmen soll, spaltet die Bevölkerung. Mitte
Dezember 2014 brannten Unbekannte ein Asylbewerberheim in Unterfranken nieder,
rechtsgerichtete Organisationen wie Pegida und Hooligans gegen Salafisten
nutzen die Angst der Bevölkerung vor dem Unbekannten und der „Islamisierung“
für ihre Zwecke. Gleichzeitig finden sich tausende zu Gegendemonstrationen
zusammen, bieten ihre ehrenamtliche Hilfe an oder spenden für die Betroffenen.
Um uns ein eigenes Bild zu machen haben wir, die Schüler und Schülerinnen der
Klasse 9d, eine Flüchtlingsfamilie aus Syrien, die in Gernsbach in einem
umfunktionierten ehemaligen Gasthof lebt, zu uns ans GGG eingeladen.
Die drei
Geschwister Farah, Ghazal und Mohammed waren zusammen mit ihrer Mutter Salwa in
einem völlig überfüllten Boot aus Lybien, wo sie nach der Flucht aus Syrien
zwei Jahre lebten, nach Europa geflohen. Die Gründe hierfür waren einerseits
die ständige Bedrohung des eigenen Lebens auch in Lybien und die
Diskriminierung dort. Der Vater befand sich zu dieser Zeit in der Türkei, wo er
einen Job gefunden hatte und konnte nicht zurück zu seiner Familie. Das Boot
havarierte bei totaler Finsternis inmitten des Mittelmeers und die Passagiere
erlitten Todesangst, bis sie von der italienischen Marine gefunden und
aufgenommen wurden. In Europa angekommen entschieden sie sich für die Weiterreise
nach Deutschland, da ihnen Deutschland aus Syrien als Garant für Qualität
bekannt war und sie das Erlernen der deutschen Sprache auch für ihre Zukunft
als sinnvoll erachteten. Sie wurden in Mannheim von der Polizei abgefangen und
kamen von dort über Umwege nach Gernsbach, wo noch im Dezember der Vater
Bassem, der die etwa 1.800 km lange Strecke nach Deutschland größtenteils zu
Fuß zurückgelegt hatte, zu der Familie stieß.
In Syrien
wohnte die Familie in einem geräumigen Haus im Regierungsviertel von Damaskus,
der Vater war Inhaber einer kleinen Firma und als Innenarchitekt bzw. Ingenieur
tätig. Die drei Geschwister waren gut in der Schule und lernten dort neben den
üblichen Fächern auch Englisch, alle wollen studieren. Ihr Haus haben sie nun
den Verwandten, die noch in Syrien sind, zur Verfügung gestellt, da deren
Häuser zerstört wurden. Sie sind mit diesen noch in Kontakt, und es ist
unvorstellbar für uns, was diese Menschen durchmachen müssen. Immer mit dem Tod
rechnen zu müssen und nicht zu wissen, ob man den nächsten Tag noch erlebt,
muss die Hölle auf Erden sein.
Mich
persönlich hat besonders berührt, dass es Jugendliche sind wie wir.
Jugendliche, die die gleichen Wünsche, Hoffnungen, Ängste und Sorgen haben und
die nun alles verlassen und ihre Heimat, ihre Freunde und ihre Familie
zurücklassen mussten, was ihnen keinesfalls leicht fiel. Allein die Tatsache,
dass sich Vierzehnjährige mit dem Gedanken, jeden Moment zu sterben,
beschäftigen müssen, hat mich sehr schockiert.
Auf die
Frage hin, was sie uns gerne wissen lassen wollen, antwortete mir Farah, dass
alle Syrer, die nach Europa gekommen sind, die Hölle durchlebt haben und der
Tod allgegenwärtig war und dass jede Familie in Syrien mindestens eine geliebte
Person, ein Familienmitglied, einen sehr guten Freund im Laufe des Krieges
verloren hat. Und dass niemand von denen, die jetzt zu uns kommen, freiwillig
seine Heimat und seine Verwandtschaft dort verlassen hat. Beeindruckend finde
ich, wie dankbar und zielstrebig diese Jugendlichen trotz all dem
Schrecklichen, das sie durchgemacht haben, noch sind und mit welchem Engagement
sie nun versuchen, unsere Sprache zu erlernen. Ihr jetzt größter Wunsch ist es,
arbeiten gehen zu können, sich eine Wohnung oder ein kleines Haus zu kaufen und
sich hier ein neues Leben aufbauen zu können. Doch dieser Wunsch wird ihnen
nicht erfüllt, seit Monaten warten sie schon auf die Aufenthaltsgenehmigung,
die ihnen zwar sicher ist, jedoch noch nicht ausgestellt wurde. Bis dahin
müssen sie nun zu fünft in zwei kleinen Räumen leben. Ein großer Schritt in
Richtung neues Leben war der Platz in einer Schulklasse für Schüler ohne
Deutschkenntnisse. Obwohl deren Besuch freiwillig ist, nehmen sie jeden Tag den
Weg dorthin auf sich, um Deutsch zu lernen und, sobald sie die Aufenthaltsgenehmigung
haben, auf eine reguläre Schule wechseln
zu können.
Henrik Stumpf
Nachtrag der Redaktion: Seit dem
12. Januar 2015 besuchen die drei Geschwister das GGG.
Abonnieren
Posts (Atom)





