Dienstag, 5. Mai 2015

Girls' Day



Am Girls' Day nach Berlin



Der Girl´s Day – für uns Mädchen in den 8. und 9. Klassen ein wirklich wichtiger Tag im Jahr, denn wir haben die Möglichkeit, Betriebe und Unternehmen zu besuchen, Arbeitsplätze zu besichtigen und Berufe kennen zu lernen, die hauptsächlich von Männern ausgeübt werden. Doch nicht nur im Handwerk und in der Industrie ist der Großteil der Arbeitsplätze von Männern belegt, auch in der Politik ist dies so. Also kam uns die Idee, uns um einen Platz beim Girl´s Day in der CDU-Geschäfts-stelle in Berlin zu bewerben. Auf Anfrage bei Herrn Whittaker, Mitglied des Deutschen Bundestages aus dem Wahlkreis Rastatt, stießen wir sofort auf Begeisterung. Herr Whittaker organisierte für uns die Teilnahme beim Girl´s Day in der CDU-Geschäftsstelle im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin. Also auf nach Berlin.
Am 23. April 2015 war es soweit. Um 8.30 Uhr wurden wir im Konrad-Adenauer-Haus mit 25 anderen Mädchen von den Verantwortlichen des Girl´s Days erwartet und überaus herzlich begrüßt. Der Tag begann mit einer Führung durch das Gebäude, wobei uns auch das Büro der Kanzlerin nicht verschlossen blieb (sie hat einen wirklich bequemen Bürostuhl). Anschließend erhielten wir Einblicke in die Pressearbeit der großen Partei, der Umgang mit den Sozialen Medien und die Struktur der CDU. Nach dem Mittagessen erwartete uns der CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber. Er hörte sehr aufmerksam die verschiedenen Meinungen der Mädchen und beantwortete gerne alle Fragen. Im Anschluss ging es um das Thema Öffentlichkeitsarbeit und wir erarbeiteten in Gruppen Werbeslogans für die nächste Wahlkampagne. Gegen 15 Uhr war die Veranstaltung für die Mädchen beendet. Für uns ging das Programm jedoch noch weiter. Herr Whittaker lud uns ein, in sein Büro im Bundestagsgebäude zu kommen. Trotz des großen Arbeitspensums, das noch auf seinem Schreibtisch wartete, war er sehr interessiert, da er erst eine Woche vorher die Kursstufe 1 des Goethe-Gymnasiums besuchte und dort im Gespräch mit den Schülern war. Angeregt unterhielten wir uns über unsere Interessen und wie wir uns engagieren.  Auch gab er uns einen kurzen Einblick in seine Arbeit. Anschließend bekamen wir eine Führung durch die Gebäude des Bundestages. Die Führung war sehr aufschlussreich und man konnte sich nun schon ein bisschen die Arbeit der Politiker vorstellen. Doch schließlich endete dieser Tag mit vielen Eindrücken und der unglaublichen Lust mehr zu erfahren und zu lernen.


Nina und Gianna Cuttica

Montag, 4. Mai 2015

BoGy bei der Polizei



BoGy bei der Polizei Karlsruhe


Schon letztes Jahr, kurz nach den Sommerferien, überlegte ich mir, wo ich mein Bogy absolvieren möchte. Da ich mich sehr für die Arbeit der Polizei interessiere, kam ich schnell zu dem Entschluss, mich dort für ein einwöchiges Praktikum zu bewerben. Ich informierte mich auf den Internetseiten der Polizeidienststellen der Umgebung, von denen nur das Polizeipräsidium Karlsruhe jedes Jahr zu verschiedenen Terminen Schülerpraktika anbietet. Auf der Website findet man genaue Informationen über Termine, erforderliche Unterlagen für die Bewerbung und die Kontaktdaten sowie die freien Plätze.
Also schrieb ich ein kurzes Bewerbungsschreiben und meinen Lebenslauf, wie wir es zuvor im Unterricht besprochen hatten, und erhielt wenige Tage später schon die Zusage für ein viertägiges Praktikum vom 7.-10. April 2015.
Kurze Zeit nach meiner Bewerbung, waren auch schon alle Plätze besetzt, weshalb es wichtig ist, sich frühzeitig um einen Platz zu kümmern, damit man sich im Notfall auch noch eine andere Erkundungsstelle suchen kann.
In der zweiten Woche der Osterferien war es dann endlich so weit und ich fuhr mit zwei Mitschülerinnen, die sich zufällig am selben Platz beworben haben, mit der Bahn nach Karlsruhe Durlach. Dort wurden wir zusammen mit einigen anderen Praktikanten von einer Polizistin abgeholt und liefen gemeinsam zur Autobahnpolizei in Durlach. Es wurde uns zuallererst einiges Organisatorisches erklärt, wir bekamen unseren Wochenplan und erfuhren, dass insgesamt 45 Bewerber einen Praktikumsplatz bei der Polizei bekommen haben. Im Laufe der Woche besuchten wir jeden Tag eine andere Polizeidienststelle und bekamen in Form von Vorträgen einen Einblick in die Aufgaben der Polizei. Wir waren unter anderem auch bei der Hundeführerstaffel, die uns das Training mit den Hunden zeigten. Weiterhin wurden wir über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten informiert. Insgesamt war es eine interessante Woche, jedoch bestand das Praktikum fast nur aus Vorträgen, und ich hätte mir mehr praktische Erfahrungen gewünscht, um einen besseren Einblick in die Arbeit der Polizei zu erhalten.
Ich kann den Praktikumsplatz an alle weiterempfehlen, die sich für die Arbeit bei der Polizei interessieren und gerne etwas über die Arbeitsmöglichkeiten und die verschiedenen Dienststellen der Polizei in Karlsruhe wissen möchten. Wer sich jedoch praktische Erfahrungen und einen Einblick in den Alltag eines Polizisten erhofft, wird am Ende eher enttäuscht sein.

BoGy bei Fiducia



Eine Woche in einem IT-Unternehmen


Computer sind aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken; selbst Kühlschränke werden vielleicht bald vernetzt sein! Wer erfahren will, was hinter Software und Netzwerken steckt, der ist bei einem Praktikum der Fiducia IT AG in Karlsruhe genau richtig. Ich habe dort nämlich eine meiner BOGY-Wochen absolviert und möchte euch gerne einen Einblick in meine Zeit bei der Fiducia geben.

Die Fiducia ist ein IT-Unternehmen mit Sitz in Karlsruhe und stellt Software und Server für Banken bereit. Die Bewerbung läuft, wie für ein IT-Unternehmen fast schon zu erwarten, komplett online ab: Auf der Webseite des Unternehmens lässt sich ein Lebenslauf durch ein Webformular automatisch erstellen, dann noch ein Bewerbungsschreiben hinzugefügt und fertig ist die vollständige Bewerbung. Erfreulicherweise erhielt ich bereits wenige Tage nach meiner Bewerbung eine Zusage per E-Mail, und vier Wochen vor dem Praktikum lag auch noch eine persönliche Einladung im meinem Briefkasten.

Bereits am ersten Tag wurde mir klar, dass ich in dieser Woche bei der Fiducia gut aufgehoben bin: Das Praktikum, das von den Azubis der Fiducia durchgeführt wurde, ist komplett durchgeplant und sehr gut betreut. Jeder Schüler hatte die Aufgabe, während der Praktikumswoche eine eigene HTML-Webseite zu erstellen. Auf die 10 Schülerpraktikanten kamen dazu 6 Betreuer, was sich besonders während den Arbeitsphasen als sehr hilfreich erwies. Jeder Tag war ähnlich aufgebaut, unterschied sich inhaltlich jedoch stark von den anderen: Zu Beginn stand eine Führung auf dem Programm, durch die wir sehr gute Einblicke in das Unternehmen erhielten. Wir bekamen so Kundensupport, Personalabteilung, Softwaretests, Druckzentrum, IT-Leitstand und erfreulicherweise auch die Kantine zu Gesicht. Nach den Führungen war Zeit für eine Unterweisung in den verschiedensten Dingen.

Am ersten Tag wurde uns gezeigt, wie wir mit HTML und CSS eine eigene Webseite erstellen können. Dazu hat jeder Praktikant einen eigenen PC bereitgestellt bekommen, sodass man nicht nur zuhören, sondern auch gleich ausprobieren konnte. Die Blätter, die wir erhielten, waren ebenfalls eine Hilfe, und so konnten wir den restlichen ersten Tag an unseren eigenen Webseiten herumexperimentieren.

Am zweiten Tag stand nach der täglichen Führung Programmieren an der Tagesordnung. Mithilfe einer Auszubildenden konnten wir uns die Grundlagen schnell aneignen und haben zusammen einen sehr einfachen Taschenrechner programmiert. Und keine Sorge: man muss kein Genie sein, um einen Einstieg in das eigentlich komplexe Thema zu meistern. Und natürlich durften wir darauf wieder an unseren Websites weiterfeilen.

Der vierte Tag war ganz der Netzwerktechnik gewidmet. Dazu haben wir unsere Computer über einen LAN-Switch miteinander verbunden und so ein Netzwerk hergestellt. Uns wurde eine sogenannte Active-Directory-Verwaltung gezeigt, mit der verschiedenen Nutzern verschiedene Rechte zugeteilt werden können. In einem Vortrag wurden wir außerdem informiert, wie das Internet von Grund auf funktioniert.

Als krönenden Abschluss haben wir am letzten Tag unsere Websites fertig gestellt und ein paar Leuten präsentiert, denen wir im Verlauf des Praktikums begegnet sind. Jede Seite war komplett individuell gestaltet und keine ähnelte der anderen. So sahen wir verschiedenste Ideen, von reinen Scherzseiten, über nützliche Haushaltstipps, bis hin zu einem kompletten Nachbau von Facebook. Nachdem wir ein Zertifikat erhalten hatten, durften wir gehen.

Ich persönlich kann ein Praktikum bei der Fiducia nur empfehlen! Es ist unglaublich faszinierend zu sehen, aus was ein so großes Unternehmen alles besteht, und was technisch gesehen alles benötigt wird. Da wir verschiedenste Aspekte der Informatik zu sehen bekamen, erhielten wir zudem einen Einblick in verschiedene Berufsgruppen, bis hin zu den Maschinenführen im Druckzentrum. Jedem, der sich für Computer interessiert, kann ich daher nur empfehlen, die Berufsorientierung dort zu absolvieren. Natürlich kann man auch ein Praktikum unabhängig von der Schule in den Ferien abschließen, sofern man 15 Jahre alt ist.

Samstag, 2. Mai 2015

Politik-Workshop



Wie motiviert man Schüler für Politik? - Workshop der achten Klassen






In einem Großgruppenworkshop wurde rund 150 Achtklässlern des GGG „Politik“ näher gebracht. Den Workshop hatten die Politiklehrer, insbesondere Herr Spranz, organisiert und Udo Wenzl, Kommunalberater in Baden-Württemberg, und sein Team eingeladen.

Ziel des Workshops war es, den Jugendlichen Politik näher zu bringen, sie für die Politik zu interessieren und ihnen Gelegenheit zu geben, ihre Meinungen und Wünsche zu äußern. Die Jugendlichen erfuhren über den Workshop die wesentlichen Grundlagen von Kommunalpolitik und können nun die Beteiligung von Jugendlichen im kommunalen System mehr einordnen.



Die meisten Schüler und Schülerinnen hielten dies für eine gute Idee, da ihnen auch gezeigt wurde, dass sie etwas bewirken können. In Kleingruppen wurden mit der Unterstützung von Gemeinderäten verschiedene Themen diskutiert, bei denen die Jugendlichen meistens ähnliche Meinungen hatten. Auch das Voting an den Computern hat den meisten gut gefallen, da sie anonym ihre Meinung vertreten konnten. Am Ende wurden die Ergebnisse der Gruppenarbeit vorgestellt. Es war erkennbar, dass Interesse an Politik besteht. 





Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es sehr vielen Jugendlichen gut in Gaggenau gefällt, jedoch wünschen sich die meisten einen Treffpunkt für Jugendliche.



Marvin Henkenhaf, Klassensprecher der 8a, sagte:

„Ich finde die Idee von einem Politikworkshop sehr gut, da Jugendliche sich dadurch mehr unter Politik vorstellen können. Meiner Meinung nach hat Gaggenau sehr viele gute Freizeitaktivitäten, jedoch sollte es weniger Baustellen und mehr Kindertagesstätten geben.“




Und Kim Fischer aus der 8b bemerkte:

„Die Idee von einem Politikworkshop ist sehr gut, da Jugendliche über Politik nachdenken. An Gaggenau gefallen mir sehr die vielen Sportangebote, die Natur und der gute Verkehrsanschluss mit Bus und Bahn, allerdings sollte es sauberer werden. Das Voting fand ich sehr gut, da auch mal nach unserer Meinung gefragt wurde.“




Pascal Stansl aus der 8c und Max Hannowski aus der 9a meinten:

„Den Politikworkshop finden wir sehr gut, da junge Menschen an Politik herangeführt werden und merken, dass sie etwas bewirken können. Gaggenau ist unserer Meinung nach sehr schön und sauber, aber es gibt zu viele Baustellen. Für die Zukunft wünschen wir uns allerdings noch

einen Park oder Ähnliches für Jugendliche.“





Montag, 27. April 2015



„Nature“ – Tanzaufführung in der Jahnhalle

 

Wie ihr sicher mitbekommen habt, war die Jahnhalle Gaggenau am 21. April 2015 Ort der Aufführung des Tanz- und Musikprojektes „Nature“.  An dem Projekt waren mehr als 100 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte des GGG beteiligt. 
Die Idee zu einem solchen Auftritt kam von Frau Köditz, die unter den Schülerinnen unserer Schule und ihrer Tanz-AG bald leidenschaftliche Tänzerinnen fand, mit denen sie gemeinsam an den Details für den Auftritt feilte. Geprobt wurde seit den Sommerferien regelmäßig in den Mittagspausen sowie manchmal sogar an den Wochenenden. Die Choreographien zu den Tänzen schrieben Frau Köditz sowie Amy Hujon und Elli Grguric, zwei Schülerinnen, und Frau Heck, die Referendarin am GGG ist. Das Motto ist inspiriert von der Show „Momix botanica“, die Frau Köditz mit den Tänzerinnen im Festspielhaus Baden-Baden besucht hatte. 
Getreu dem Motto waren die Tänze sehr naturnah und oft schwebten die Tänzerinnen in Tierkostümen über die Bühne. Die Kostüme waren günstig gekauft und den Bedürfnissen angepasst worden und für die musikalische Untermalung sorgten das Schulorchester und der Musik-plus-Zug unter der Leitung von Frau Fischer sowie die Band des GGG mit Herrn Gärtig an der Spitze, und als besonderer Gast gab das Tanzensemble des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Mannheim einige Tänze zum Besten. Die gespielten Stücke waren jeweils auf den dazugehörigen Tanz angepasst und einige Tänze wurden auch mit einem passenden Gedicht eingeleitet. So begann die Aufführrung mit einem Lichterspiel in der komplett dunklen Jahnhalle und Außerirdische übernahmen die Kontrolle, danach schwebten die Tänzerinnen mit Flügeln engelsgleich über die Bühne, ihnen folgten Tänze und Gesangeinlagen zu den Elementen der Erde, Feuer, Wasser, Erde und Luft. 
In der Pause konnten sich die Besucher an dem von der Kursstufe 1, die von den Einnahmen ihre Studienfahrt finanzieren möchte, mit Getränken, Butterbrezeln und Süßigkeiten eindecken. 
Nach der etwa 15-minütigen Pause trug das Schulorchester „Turtle Dove“ vor und leitete damit den tierischen Teil der Vorführung ein. Nun schnellten elegant und grazil Spinnen über die Bühne, Schlangen zeigten ihre Beweglichkeit und die Bienen tanzten Hip-Hop. Abgerundet wurde das Ganze von einem „Dschungel-Mix“, bei dem alle Tänzerinnen auf der Bühne standen und von kräftigem Applaus und Jubel in ihrer Leistung bestätigt wurden.
Bei der anschließenden, sehr emotionalen Verabschiedung von fünf Tänzerinnen, die von Anfang an mit dabei waren und nun unsere Schule verlassen werden, und den „Jungs von der Technik“, die still und heimlich ihren unverzichtbaren Job erledigt hatten, flossen sogar Tränen. Das und die herzlichen Dankesreden der Tänzerinnen zeigten, wie viel Herzblut und Leidenschaft hinter diesem Auftritt stand. Nach einer halben Stunde emotionaler und bewegender Augenblicke verabschiedete Herr Dr. Purkl mit einer Stehgreifrede die rund 500 Besucher und befreite die Tänzerinnen zu deren großer Freude von der ersten Stunde des folgenden Schultages. 
Die eingangs von Frau Köditz zitierten Sorgen der Tänzerinnen, es könnte etwas schiefgehen oder niemand würde kommen, haben sich nicht einmal ansatzweise bewahrheitet. Den Tänzerinnen und Musikern ist es auf einmalige und bewundernswerte Weise gelungen, im Publikum eine sehr emotionale und vor Leidenschaft am Tanzen knisternde Atmosphäre zu erzeugen und die Zuschauer mit der dargebotenen Eleganz, Spannung und Professionalität zu verzaubern und zu beeindrucken. 

Vielen Dank allen Mitwirkenden für diesen unvergesslichen und einmaligen Abend!

BoGy im SWR



An alle werdenden BoGy-Praktikanten


Ich möchte euch ein wenig über meine Woche im SWR berichten.
Im September 2014 habe ich meine Bewerbung an den SWR für den Bereich Fernsehen geschickt. Danach kam erstmal lange nichts! Nach etwa fünf bis sechs Wochen langem Warten, ich hatte schon gar nicht mehr an eine Rückmeldung geglaubt, kam dann per Post die Zusage.
In den Osterferien 2015 ging es dann für vier Tage in die unterschiedlichen Bereiche des Fernsehens. Meinen ersten Tag hatte ich mir allerdings etwas anders vorgestellt, als für sechs Stunden in einen kleinen Raum gesetzt zu werden und ein 200seitiges Drehbuch samt Film vorgelegt zu bekommen. In zwei bis drei Stunden müsste ich dann ja damit fertig sein, meinte mein Betreuer, und falls was wäre, er sei zwei Zimmer neben dran. Nun gut, ich las alles brav durch und schaute mir danach den Film dazu an. Seine Sekretärin schaute einmal bei mir rein und meinte, dass, wenn ich fertig sei, mir noch die letzten drei Folgen „Der Fallers“ anschauen sollte, damit ich für Freitag Bescheid wüsste! Um 15.30h kam dann endlich die Erlösung: Ich war fertig für heute!
Am nächsten Tag war ich eher weniger motiviert und wollte nicht noch einmal dasselbe wie gestern durchmachen müssen! Als mein Betreuer mich ernsthaft fragte, wie ich denn meinen ersten Tag fand und etwas überrascht war, als ich nicht freudestrahlend gesagt habe, dass er super war, durfte ich dann doch noch etwas im SWR erkunden. Aber erstmal musste ich mir noch einmal einen Film anschauen und weitere zwei Stunden warten. Doch dann begann das Praktikum doch noch interessant zu werden. Ich durfte die Kulissen und Studios der Schwarzwaldserie „Die Fallers“ anschauen und am Nachmittag zum Schnitt einer Wissenssendung.
Donnerstags war ich den ganzen Tag über bei Dreharbeiten, in der Regie und hinter den Kulissen des ARD-Buffets und nachmittags bei „Kaffee oder Tee“. Ich habe Einblicke in die verschiedenen Aufgaben hinter der Kamera bekommen, Regie, Aufnahmeleitung, Mischung und vieles mehr.
Am letzten Tag durfte ich morgens bei der Abnahme von zwei Folgen „Der Fallers“ dabei sein. Da werden Folgen gezeigt, die erst in einem Jahr im Fernsehen laufen. Dabei werden Kritiken geäußert, Szenen genau besprochen und diskutiert, was man noch verbessern könnte. Nachmittags war ich im Synchronstudio und habe miterlebt, auf was alles geachtet werden muss, bevor eine Sendung im Fernsehen läuft. Dass Fernsehen so viel Arbeit ist, hätte ich niemals geglaubt!
Ich möchte euch den Tipp geben: Der SWR ist eine interessante BoGy-Stelle, an der man in viele verschiedene Bereiche einen Einblick bekommen kann. Auch wenn mein erster Tag alles andere als interessant und spannend war, kann ich den SWR nur empfehlen. Es waren drei Tage, die mir Einblicke in eine neue Berufswelt gegeben haben! 



Dienstag, 21. April 2015

3-Welten-Party

Die „3-Welten-Party“ am Goethe


Die 3-Welten-Party am Goethe-Gymnasium-Gaggenau ist ein Projekt, welches von vier Schülerinnen des Seminarkurses „Kultur- & Eventmanagement“ veranstaltet wird. Doch was steckt dahinter? Was kann man sich unter einer „3-Welten-Party“ vorstellen?
Ganz einfach: Die vier Schülerinnen haben es geschafft, unseren Direktor davon zu überzeugen, eine Oberstufenparty zu veranstalten, die über alle drei Stockwerke des Hauptgebäudes verteilt ist. Dabei repräsentiert jedes Stockwerk eine Welt. Im Erdgeschoss wird die Hölle dargestellt, in der der Einlass geregelt wird. Man muss also durch die Hölle, um in das mittlere Stockwerk und somit in den Dschungel zu gelangen. Im Dschungel wird dann den ganzen Abend lang getanzt zur Musik unseres Schul-DJs. Wenn man noch ein Stockwerk höher geht, gelangt man in den Himmel zur Skybar und zum Loungebereich. Dort kann man sich dann mal eine kleine Pause mit Cocktails und kostenloser Snackbar gönnen.
Die Party ist am 8.05.2015 und beginnt um 19:00 Uhr. Alle Schüler und Schülerinnen ab der zehnten Klasse des Goethe-Gymnasium-Gaggenaus sind herzlich eingeladen.

Montag, 13. April 2015

Umfrage Klamotten


„Kleider machen Leute“


Das Sprichwort „Kleider machen Leute“ kennen wir alle. Nachdem die Klasse 7a im Deutschunterricht bei Frau Dr. Becker Gottfried Kellers gleichnamige Novelle gelesen hat, machten sich die Schülerinnen und Schüler selbst Gedanken über ihr Einkaufsverhalten und ihren Umgang mit Kleidung. Sind Kleider Statussymbole? Ist es wichtig und angesagt, Markenklamotten zu tragen? Die Klasse 7a wollte es genauer wissen und hat eine Umfrage in der Schule durchgeführt, an der viele dankenswerter teilgenommen haben. Im ITG-Unterricht bei Herrn Waller hat die 7a dann die Ergebnisse grafisch aufgearbeitet.

Und hier sind die Ergebnisse:
















Die meisten von euch hatten keine Ahnung, wo T-Shirts, Pullover, Hosen, die ihr tragt, eigentlich hergestellt werden. Aber rund 60% aller Befragten ist es wichtig, dass keine Kinder die Sachen unter miserablen Bedingungen herstellen mussten. (Siehe hierzu den Beitrag zur "Kinderarbeit in der Textilindustrie") Markenklamotten sind euch nicht so wichtig, obwohl ihr meint, dass die wohl eher nicht von Kindern hergestellt wurden.
















Auch wenn euch irgendwie klar ist, dass Kinderarbeit und günstige Klamottenpreise im Zusammenhang stehen, kauft ihr „günstig“ ein. Den meisten ist ein T-Shirt für mehr als 10€ zu teuer. Deswegen kaufen die meisten von euch in diesen Läden ein:














Und das habt ihr indirekt auf die Frage geantwortet, ob das Sprichwort „Kleider machen Leute“ stimmt:

























Kinderarbeit



Was hat mein T-Shirt mit Kinderarbeit zu tun?

 

Wer achtet schon beim Einkauf des neuen, coolen und angesagten H&M Shirts darauf, aus welchem Land es eigentlich kommt oder wer es hergestellt hat? Oft ist uns gar nicht bewusst, von wo und von wem unsere Klamotten kommen, obwohl wir wissen, dass es in großen Teilen der Welt, vor allem in der Textilindustrie, immer noch eine hohe Kinderarbeitsrate gibt. (Siehe Umfrage zum Thema „Kleider machen Leute“)
Viele der bei uns populären und führenden Marken in der Kleidungsindustrie, wie H&M und C&A, stehen im Verdacht, Kinderarbeit in den Entwicklungsländern zu betreiben und Minderjährige für sich produzieren zu lassen. Zwar erklären viele dieser Marken, sie achteten auf eine faire und qualitativ hochwertige Herstellung ihrer Waren, jedoch lassen sich diese Aussagen durch diverse Studien und Reportagen teilweise widerlegen, da die Marken nur ihre Unterlieferanten kontrollieren, jedoch nicht wissen, wie die Arbeitsbedingungen, unter denen diese Lieferanten wiederum ihre Ware besorgen, aussehen.
Weltweit gibt es, Schätzungen zu Folge, über 215 Millionen Kinder, die täglich unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen arbeiten müssen. 25, 6% davon sind in der Textilindustrie tätig, ein Großteil dieser Kinder lebt in Asien und im pazifischen Raum sowie in Afrika, vor allem in Entwicklungsländern. Kinderarbeit ist, überraschenderweise, in vielen dieser Staaten, wie zum Beispiel in Indien (zwar nur bei Kindern unter 14 Jahren), illegal und verstößt gegen die allgemeinen Menschenrechte. 
Dennoch müssen diese Kinder täglich oft bis zu 12 Stunden körperlich harte und zum Teil lebensgefährliche Arbeiten ausrichten, sie stehen stundenlang und ohne Pause in den häufig schäbigen, einsturz- und brandgefährdeten Fabriken, Nähereien, Spinnereien und Färbereien der großen Textilhersteller. Viele von ihnen leiden aufgrund der staubigen Luft und des Kontaktes mit Chemikalien unter Atemwegs- oder Hauterkrankungen. In den Fabriken geht es streng zu, viele Kinder werden von ihren Vorgesetzen geschlagen und misshandelt, die Mädchen missbraucht. Zudem haben sie größtenteils keinen festen Arbeitsvertrag und können jederzeit entlassen werden. Dies wäre fatal für ihre Familien, denn die Familien der Fünf- bis Siebzehnjährigen sind meist sehr arm und somit auf das Geld ihres Kindes, auch wenn es nur ein magerer Hungerlohn ist, angewiesen, um überhaupt überleben zu können. Dadurch bleibt den arbeitenden Kindern keine Chance auf Schulbildung und somit auch keine Hoffnung, eines Tages einen besser bezahlten Job zu erlangen.
Wie kann es aber sein, dass Kinder, trotz des Verstoßes gegen die Menschenrechte ausgebeutet und ausgeraubt werden? Viele Regierungen in Entwicklungsländern vernachlässigen das Bildungssystem, und Eltern müssen Gebühren für den Schulbesuch ihrer Kinder bezahlen, außerdem sind die Behörden und die Polizei oft korrupt, während Kinderarbeiter aus Sicht des Arbeitgebers billige und gute Arbeitskräfte sind.
 Für die Rechte von diesen Kindern weltweit setzen sich zahlreiche Menschenrechtsorganisationen wie Terres De Hommes oder UNICEF ein, die man mit Geldspenden in ihren Unternehmen unterstützen kann.  Insbesondere sollte jedoch jeder von uns sich in Zukunft überlegen, ob er die Ausbeutung von Kindern weiter unterstützen will. Man kann zum Beispiel beim Kauf von Klamotten auf einige Siegel, die bedeuten, dass die Ware fair gehandelt wurde, achten. Dies sind zum Beispiel das Fairtrade-Siegel oder das GEPA Zertifikat.



 Luisa Vadasi