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Freitag, 11. November 2016

Die US-Wahl



Donald Trump – Make America Great Again!





Letzten Mittwoch (9.11.) war der Name des zum 45. gewählten US-Präsidenten wahrscheinlich auch das Gesprächsthema Nummer eins bei euch auf dem Schulhof. Viele von euch haben mit Spannung den Live-Ticker im Unterricht verfolgt und mit großer Anspannung doch noch gehofft, dass sich das Blatt wendet und Hillary Clinton die Wahl gewinnt.

Nun hält ein frauenfeindlicher, homophober und Gewalt predigender Mann eine ganze Welt in Atem und keiner scheint so richtig zu wissen, wie es weiter gehen wird.

Trumps Ankündigungen zufolge möchte er binnen seiner ersten 100 Tagen als Präsident neue Arbeitsplätze schaffen, die durch Lockerungen der Umweltauflagen entstehen sollen. Außerdem hat er angekündigt, dass Millionen illegal eingewanderte Menschen abgeschoben werden und die somit freigewordenden Arbeitsplätze wieder an US-Bürger gehen sollen. Um weitere Zuwanderungen zu verhindern, will er eine ca. 3000 km lange Mauer zwischen Mexiko und den USA bauen lassen, allerdings will er selber nicht für die Kosten aufkommen, sondern übergibt diese an Mexiko. Er wird für dieses Vorhaben von vielen Menschen verachtet, denn in unserer heutigen Welt müssten wir doch eigentlich gelernt haben, dass das Bauen von Mauern die interkulturelle Zusammenarbeit nicht verbessert, sondern Gesellschaften spaltet.

Bei vielen von euch wird die Frage aufkommen, wie kann man so einen Menschen, der glaubt Klimawandel sei von den Chinesen erfunden worden, um die US-amerikanische Produktion nicht mehr wettbewerbsfähig zu machen und alte Foltermethoden wieder einführen will, überhaupt seine Stimme geben? Gründe hierfür sind die große Angst der unteren Mittelschicht vor ihrer Zukunft. Viele Menschen, vor allem in den ländlichen Regionen Amerikas, fühlen sich von der Regierung vernachlässigt und haben in Trump einen Präsidentschaftskandidaten gefunden, der ihnen zugehört und eine gewisse und bessere Zukunft versprochen hat.

Die Frage, wieso aber unter den vielen Anhängern Trumps auch Frauen und Latinos, die er offenkundig beleidigt hat, gewählt haben, bleibt offen.

Fest steht, dass Donald Trump der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist und ab dem 20. Januar 2017 ganz offiziel die Regierung des einflussreichsten Landes der Welt übernehmen darf. Es bleibt zu hoffen, dass seine drastischen Ankündigungen doch nur heißer Wahlkampf waren und er in Wirklichkeit noch eine menschliche Seite besitzt.





Elena Höhmann

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