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Donnerstag, 5. März 2015

Führung durchs Festspielhaus

Das Festspielhaus in Baden-Baden

Waren nicht schon viele von uns einmal im Festspielhaus Baden Baden und haben sich gefragt, wie es wohl hinter der Bühne aussehen mag? Genau das haben wir uns auch gedacht und haben deshalb für euch hinter die Kulissen geschaut.
Mit seinen 2.500 Sitzplätzen ist es die größte Spielstätte der klassischen Musik in ganz Europa. Das Festspielhaus öffnete seine Türen nach dem Umbau des ehemaligen Bahnhofgebäudes 1998 erstmals für Besucher. Seitdem kommen jährlich über 22.000 Menschen in ca. 130 Veranstaltungen. Die Glasstreben an der Decke innerhalb und außerhalb des Gebäudes erinnern noch heute an die ehemaligen Bahngleise.


Dem Besucher wird in einem breit gefächerten Programm eine große Auswahl an verschiedenen künstlerischen Darbietungen wie zum Beispiel Ballett, klassische Konzerte oder Opern geboten. Allerdings besitzt es nicht wie viele andere Opernhäuser ein eigenes Ensemble. Stattdessen reisen immer verschiedene Produktionen an. Diese bereiten sich dann auf der 1000 qm großen Bühne und in den kleineren Probenräumen vor.


In diesen Räumen gibt es Sitzgelegenheiten, und die Mitwirkenden können sich auf ihre Auftritte vorbereiten. Im Festspielhaus gibt es etliche Gruppenräume, aber auch einige Einzelzimmer für die Hauptdarsteller.

Für einen reibungslosen Ablauf während den Vorstellungen sorgen zahlreiche fest angestellte und freie Mitarbeiter. Sie sind in den unterschiedlichsten Bereichen tätig, wie zum Beispiel in der Technik, und dafür verantwortlich, dass Licht, Ton und das Bühnenbild während der Vorstellungen aufeinander abgestimmt sind. Hinzu kommen während jeder Vorstellung zwei Feuerwehrmänner, die hinter der Bühne im Brandfall sofort eingreifen können. Zum Schutz der Zuschauer kann innerhalb von 18 sec ein eiserner Vorhang herunter gefahren werden, der während eines möglichen Brandes auf der Bühne die Zuschauer von der Gefahr trennt. Zusätzlich gibt es eine Sprenkler-Anlage, die bis zu 4800l/min Wasser versprühen kann.
Vielleicht ist manchen von euch schon aufgefallen, dass die Bühnengröße variabel ist. Dies haben wir während der Führung unter der Bühne gesehen. Das ermöglicht eine einzigartige Konstruktion eines Spiralliftes. Dadurch kann der Orchestergraben bis zu 4.60 m hoch und runter gefahren werden, sodass die Bühne entsprechend vergrößert werden kann.
Während der Führung haben wir auch die Zuschauerränge besichtigt. Die Akustik im Haus ist ausgezeichnet. Von jedem Sitzplatz aus haben die Zuschauer dasselbe Klangerlebnis. Außerdem wurden uns die exklusiven Sitzplätze des Club 300 gezeigt. Im Club 300 sind Unternehmen und Privatpersonen, die das Festspielhaus finanziell unterstützen.
Insgesamt haben wir einen spannenden und interessanten Sonntagnachmittag im Festspielhaus erlebt. Jeder, der sich für eine solche Führung interessiert, hat die Möglichkeit montags-freitags um 11 Uhr sowie samstags/sonntags und an Feiertagen um 14 Uhr daran teilzunehmen. Für nähere Informationen: www.festspielhaus.de
Hier könnt Ihr noch einige Bilder von unserem Besuch sehen…

In der Höhe veränderbarer Spirallift
Das Bild zeigt die Technik über den Köpfen der Zuschauer direkt unter der Decke. Von dort aus können die Darsteller auf der Bühne von einzelnen Mitarbeitern mit Scheinwerfern auf der Bühne „verfolgt“ werden.

                                                                                                     Nami-Fleur, Lehmâme

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