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Montag, 4. Mai 2015

BoGy bei Fiducia



Eine Woche in einem IT-Unternehmen


Computer sind aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken; selbst Kühlschränke werden vielleicht bald vernetzt sein! Wer erfahren will, was hinter Software und Netzwerken steckt, der ist bei einem Praktikum der Fiducia IT AG in Karlsruhe genau richtig. Ich habe dort nämlich eine meiner BOGY-Wochen absolviert und möchte euch gerne einen Einblick in meine Zeit bei der Fiducia geben.

Die Fiducia ist ein IT-Unternehmen mit Sitz in Karlsruhe und stellt Software und Server für Banken bereit. Die Bewerbung läuft, wie für ein IT-Unternehmen fast schon zu erwarten, komplett online ab: Auf der Webseite des Unternehmens lässt sich ein Lebenslauf durch ein Webformular automatisch erstellen, dann noch ein Bewerbungsschreiben hinzugefügt und fertig ist die vollständige Bewerbung. Erfreulicherweise erhielt ich bereits wenige Tage nach meiner Bewerbung eine Zusage per E-Mail, und vier Wochen vor dem Praktikum lag auch noch eine persönliche Einladung im meinem Briefkasten.

Bereits am ersten Tag wurde mir klar, dass ich in dieser Woche bei der Fiducia gut aufgehoben bin: Das Praktikum, das von den Azubis der Fiducia durchgeführt wurde, ist komplett durchgeplant und sehr gut betreut. Jeder Schüler hatte die Aufgabe, während der Praktikumswoche eine eigene HTML-Webseite zu erstellen. Auf die 10 Schülerpraktikanten kamen dazu 6 Betreuer, was sich besonders während den Arbeitsphasen als sehr hilfreich erwies. Jeder Tag war ähnlich aufgebaut, unterschied sich inhaltlich jedoch stark von den anderen: Zu Beginn stand eine Führung auf dem Programm, durch die wir sehr gute Einblicke in das Unternehmen erhielten. Wir bekamen so Kundensupport, Personalabteilung, Softwaretests, Druckzentrum, IT-Leitstand und erfreulicherweise auch die Kantine zu Gesicht. Nach den Führungen war Zeit für eine Unterweisung in den verschiedensten Dingen.

Am ersten Tag wurde uns gezeigt, wie wir mit HTML und CSS eine eigene Webseite erstellen können. Dazu hat jeder Praktikant einen eigenen PC bereitgestellt bekommen, sodass man nicht nur zuhören, sondern auch gleich ausprobieren konnte. Die Blätter, die wir erhielten, waren ebenfalls eine Hilfe, und so konnten wir den restlichen ersten Tag an unseren eigenen Webseiten herumexperimentieren.

Am zweiten Tag stand nach der täglichen Führung Programmieren an der Tagesordnung. Mithilfe einer Auszubildenden konnten wir uns die Grundlagen schnell aneignen und haben zusammen einen sehr einfachen Taschenrechner programmiert. Und keine Sorge: man muss kein Genie sein, um einen Einstieg in das eigentlich komplexe Thema zu meistern. Und natürlich durften wir darauf wieder an unseren Websites weiterfeilen.

Der vierte Tag war ganz der Netzwerktechnik gewidmet. Dazu haben wir unsere Computer über einen LAN-Switch miteinander verbunden und so ein Netzwerk hergestellt. Uns wurde eine sogenannte Active-Directory-Verwaltung gezeigt, mit der verschiedenen Nutzern verschiedene Rechte zugeteilt werden können. In einem Vortrag wurden wir außerdem informiert, wie das Internet von Grund auf funktioniert.

Als krönenden Abschluss haben wir am letzten Tag unsere Websites fertig gestellt und ein paar Leuten präsentiert, denen wir im Verlauf des Praktikums begegnet sind. Jede Seite war komplett individuell gestaltet und keine ähnelte der anderen. So sahen wir verschiedenste Ideen, von reinen Scherzseiten, über nützliche Haushaltstipps, bis hin zu einem kompletten Nachbau von Facebook. Nachdem wir ein Zertifikat erhalten hatten, durften wir gehen.

Ich persönlich kann ein Praktikum bei der Fiducia nur empfehlen! Es ist unglaublich faszinierend zu sehen, aus was ein so großes Unternehmen alles besteht, und was technisch gesehen alles benötigt wird. Da wir verschiedenste Aspekte der Informatik zu sehen bekamen, erhielten wir zudem einen Einblick in verschiedene Berufsgruppen, bis hin zu den Maschinenführen im Druckzentrum. Jedem, der sich für Computer interessiert, kann ich daher nur empfehlen, die Berufsorientierung dort zu absolvieren. Natürlich kann man auch ein Praktikum unabhängig von der Schule in den Ferien abschließen, sofern man 15 Jahre alt ist.

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